Wie wird die GVO-konforme Vermittlung definiert? Casus-Knacktus – oder der Stein der Weisen?

Wie wird die GVO-konforme Vermittlung definiert?  Casus-Knacktus – oder der Stein der Weisen? 

Eine Neufahrzeugvermittlung bedeutet nach Vorstellung der EU-Kommission mehr, als lediglich den Kontakt zwischen einem Neuwagensuchenden und einem Vertragshändler herzustellen und dann, nachdem zwischen beiden ein Geschäft zustande gekommen ist, dafür eine Provision zu kassieren. Hyundai sieht dies allerdings genau so und verweigert derzeit faktisch jedem EU-Neuwagen seiner Marke die Garantie. …  (Ende des Newsletter-Textes)

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Fortsetzung / Gesamtartikel:

… Der BVfK meint, dass Neuwagenvermittlung nach EU-Definition weit mehr bedeutet und daher auch der „verkaufende Vermittler“, also solche freien Händler, welche im eigenen Namen fakturieren, unter bestimmten Umständen als Vermittler anzusehen sind und damit im Grunde genommen alle Neuwagen, die beim Funktionieren eines GVO-konformen Hersteller-Vertragshändler-Kartells über freie Händler verkauft werden, über die Hyundai-Neuwagengarantie verfügen müssen.

Zwischen diesen beiden Ansichten liegen Welten, oder in Euro ausgedrückt: Ein Markt von vielen 100-Millionen Euro. Was bedeutet das? Es muss sich jemand kümmern und derzeit kümmert sich Hyundai darum, den Markt zu Lasten der freien Händler neu zu sortieren und der BVfK darum, dies zu verhindern und die Rahmenbedingungen der Wirklichkeit anzupassen.

Es wird deutlich, wie fragil das sich über Jahrzehnte entwickelte System der EU-Vermittler ist, denn es hat sich eine überwiegend akzeptierte Parallelwelt entwickelt, von der fast alle profitierten: Verbraucher, Vermittler und nicht zu vergessen: die Hersteller, die ihre Überproduktion regelmäßig in den freien Markt pumpen.

Das Neuwagengeschäft der „Freien“ funktioniert fast wie beim Vertragshandel – nur nicht so vornehm! Dabei gerieten die rechtlichen Rahmenbedingungen nahezu in Vergessenheit und genau das erweist sich nun als Achillesferse, denn richtig handeln dürfen die Freien Händler außerhalb geschlossener Vertriebssysteme eigentlich nicht, sondern nur vermitteln – oder nach Auffassung des BVfK und wohl auch der EU auch verkaufend vermitteln. Vorraussetzung ist: Das Endkundenmandat.