B V f K - P R E S S E M E L D U N G

Bonn, 7. Mai 2018

„Volles Schiff“ beim großen BVfK-Kongress 2018

Zukunftsaufgaben gemeinsam lösen – Autohersteller und Digital-Konzerne gefährden den Kfz-Handel - EuGH und BGH in der Kritik - Ankaufsplattform präsentiert

Bild oben: Das BVfK-Schiff 2018 mit über 200 Teilnehmern auf dem Weg zum großen Feuerwerk.

 

Bei bestem Wetter absolvierte das BVfK-Team am vergangenen Samstag den alle zwei Jahre stattfindende große BVfK-Jahreskongress, zu dem sich über 200 Teilnehmer zusammengefunden hatten, um sich mit den wichtigen Fragen und Antworten von Gegenwart und Zukunft des Kfz-Handels zu befassen. BVfK-Chef Ansgar Klein skizzierte dunkle Wolken am Autohändler-Himmel.

Diese würden überwiegend durch Konzerne, die nach Verbandswahrnehmung zunehmend versuchen würden, die gesamte Wertschöpfungskette des Automobilgeschäfts an sich zu reißen, erzeugt. Das gelte für die Kfz-Hersteller, wie auch für die Kfz-Internetbörsen gleichermaßen.

Klein veranschaulichte, mit welchen Maßnahmen der BVfK kontinuierlich gegen solche Gefahren vorgehe, wie sie am Beispiel des Hyundai-Garantie und -Markenrechtskandals, wie auch dem missbräuchlichen Eingriff in die Fahrzeugwerbung durch Händler- und Preisbewertungen deutlich werden.

 

Quo vadis Kfz-Handel? Ansgar Klein (BVfK), Fritz Hackl (EAIVT) und Wilhelm Hülsdonk (ZDK) diskutieren über Zukunftsperspektiven des Kfz-Handels.

Um diese Auseinandersetzungen, die meist dem Kampf David gegen Goliath gleichen, bestmöglich zu meistern, freute sich der BVfK-Vorstandvorsitzende, prominente Vertreter der partnerschaftlich kooperierenden Verbände ZDK (Wilhelm Hülsdonk), EAIVT (Fritz Hackl und Harry Sanne) und DEUVET (Dr. Götz Knoop), wie auch das langjährige Sprachrohr der freien Kfz-Werkstätten Manfred Kaufhold begrüßen zu dürfen.

Man stellte übereinstimmend fest, dass miteinander besser sei, als gegeneinander, denn nur mit der Bündelung von Kompetenzen und Kräften sei es möglich, den Anforderungen einer immer schneller galoppierenden digitalen Entwicklung gerecht zu werden.

 

Führende Autorechts-Koryphäen: Oldtimer-Spezialanwalt Dr. Götz Knoop,  BGH-Richter a.D. Wolfgang Ball, „Autorechtspapst“ Dr. Kurt Reinking, Prof. Dr. Ansgar Staudinger (v.l.n.r.) diskutieren mit BVfK-Vorstand Ansgar Klein (li) und BVfK-Mitgliedern.

 

DEUVET-Vizepräsident und Oldtimer-Spezial-Anwalt Dr. Götz Knoop eröffnete dann auch den traditionellen juristischen Teil des BVfK-Kongresses mit wichtigen Informationen zu den Besonderheiten und Anforderungen des Oldtimer-Geschäftes, besonders hinsichtlich der Gewährleistungs- und Fälschungsrisiken und leitete damit zur Podiumsdiskussion der führenden Autorechts-Koryphäen „Autorechtspapst“ Dr. Kurt Reinking, BGH-Richter a.D. Wolfgang Ball und Prof. Dr. Ansgar Staudinger über, die sich bemühten, den kritischen Fragen der Kfz-Händler hinsichtlich der immer schärfer werdenden Gewährleistungspflichten Rede und Antwort zu stehen.

So stand die Frage im Raum, ob angesichts der jüngeren Entscheidungen von EuGH und BGH aus gesetzlicher Gewährleistung immer mehr eine staatlich verordnete Gebrauchtwagengarantie wird und ob der Handel nun wieder, wie bereits beim diesjährigen Autorechtstag angeklungen war, wieder die „Flucht in die Vermittlung“ antreten werde?

Es folgte letztendlich ein vorläufig noch entspanntes Resümee dahingehend, dass viele Probleme derzeit noch eher auf dem Papier erkannt werden und noch nicht in der Wirklichkeit angekommen sind.

Dennoch hat der BVfK die jüngsten höchstrichterlichen Entscheidungen zum Anlass genommen, seine Vertragsformulare wieder einmal der aktuellen Entwicklung anzupassen.

BVfK-Ankaufsplattform gestartet: Dass der BVfK nicht nur Kritik übt, sondern auch mit konstruktiven Maßnahmen wegweisende Projekte entwickelt, wurde schließlich an der Präsentation der verbandseigenen Ankaufsplattform „WhoBuysMyCar“ (WBMC) deutlich.

„Wir wollen beweisen, dass es eine seriöse Alternative zum Marktführer gibt, der es bemerkenswerterweise geschafft hat, innerhalb von vier Jahren die Gebrauchtwagenbeschaffung zu dominieren. Dem ist zwar Respekt zu zollen, wenngleich die Kritik an der Art der Markteroberung überwiege“ so der BVfK-Vorsitzende.

Daher hat der BVfK vor einem Jahr eine eigene IT-Abteilung gegründet und mit der pünktlich zum Kongress online geschalteten Ankaufsplattform „who buys my car“ (WBMC) einen ersten Meilenstein gesetzt.

BVfK-Mitglieder können sich gegen eine einmalige Gebühr von 20 € registrieren lassen. Weitere Kosten fallen nur im Erfolgsfall an. Darüber hinaus kann jeder seine eigene Fahrzeugbeschaffung über ein entsprechendes iFrame von WBMC auf seiner Website organisieren.

Mit dem großartigen Feuerwerk „Rhein in Flammen“ endete der diesjährige, alle zwei Jahre stattfindende große BVfK-Jahreskongress. So konnten die Teilnehmer in bester Stimmung, mit vielen neuen Erkenntnissen und frischen Geschäftskontakten an die Schreibtische ihrer Unternehmen zurückkehren.

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Der Bundesverband freier Kfz-Händler e.V. (BVfK) ist die maßgebliche Stimme des seriösen freien Kfz-Handels in Deutschland. Dem Verband gehören Unternehmen aus dem Neu- und Gebrauchtwagenhandel, als auch dem Kfz-Vermittlergeschäft an. Die Mitgliederzahl steigt seit  seiner Gründung im Jahr 2000 stetig. Derzeit sind über 800 Händler organisiert. Der Verband sieht seine Aufgaben in der Imageverbesserung seiner einem strengen Regelwerk verpflichteten Mitglieder sowie der Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wozu ganz wesentlich die Bekämpfung unseriöser Geschäftspraktiken zählt. So trägt der BVfK erfolgreich zur Förderung des lauteren Geschäftsverkehrs, wie auch des fairen wirtschaftlichen Wettbewerbs bei. Seit bald 18 Jahren leistet der Verband Pionierarbeit. Hierzu zählen bedeutende Projekte,  wie etwa der von Autorechtspapst Dr. Kurt Reinking und BVfK-Vorstand Ansgar Klein initiierte Deutsche Autorechtstag (www.deutscher-autorechtstag.de), der gemeinsam von BVfK, ADAC und ZDK veranstaltet wird, wie auch die Einrichtung von Schiedsstellen zur gütlichen Einigung von Streitfällen. Die Schlichtungsquote von über 90% beweist das erfolgreiche Konzept, wie auch das Vertrauen der Kundschaft in die Arbeit des Bundesverbandes und seiner Mitglieder.

Kontakt:

BVfK-Pressestelle Bonn
Telefon: +49 228 85 40 910
E-Mail: pressestelle@bvfk.de

V.i.S.d.P.: Ansgar Klein

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