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BVfK - PRESSEMELDUNG

Bundeskabinett billigt Recht auf Reparatur – Autos wurden nicht ausgenommen.

Schaden für Autohandel, Autobesitzer und Umwelt - Lobbyarbeit wirkungslos.
Bonn, 26. März 2026
Es klingt ebenso harmlos, wie konsequent im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes: Hersteller sollen Geräte über Jahre hinweg reparieren müssen und Ersatzteile zu angemessenen Preisen bereitstellen. Verbraucher erhalten zusätzliche Gewährleistungsrechte – und sollen sich seltener für eine Neuanschaffung entscheiden müssen.“
Und wer nicht genau hinschaut, dem fällt auch nicht auf, dass zwischen den Zeilen steht, dass sowohl Gebrauchtwagen als auch Autohändler betroffen sind. Denn Letzteren wird wieder mal eine Haftung für Herstellerfehler zugeschoben, für die sie nicht verantwortlich sind und deren Entstehung sie nicht verhindern können.
Offensichtlich scheint im Berliner Kabinett niemand die zahlreichen Veröffentlichungen der Automobilverbände gelesen oder verinnerlicht zu haben, in denen dieser wohl jetzt bevorstehende Missstand samt seiner schädlichen Folgen für Umwelt und Gebrauchtwagenpreise angeprangert wird.
Denn „Autos sind keine Wegwerfartikel“ und werden sowieso schon immer so lange repariert, wie es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch auf dem 19. Deutschen Autorechtstag wurde daher eindringlich darauf hingewiesen, welche fatalen Folgen es hätte, Autos ebenso wie Handys oder Toaster zu behandeln. Demzufolge formulierte man auch bei der hochkarätigen Veranstaltung auf dem Petersberg übereinstimmende Kritik: „Die Verlängerung des Autolebens schadet der Umwelt, denn die alten Stinker bleiben länger auf der Straße.“
Entgegen der Darstellung im Autohaus-Online-Newsletter hat der ZDK-Präsident nicht am gemeinsam von ADAC, BVfK und ZDK veranstalteten www.Autorechtstag.de teilgenommen und sich dementsprechend auch dort nicht geäußert.
Der Präsident des Deutschen Autorechtstags und des Deutschen Verkehrsgerichtstags Prof. Dr. Ansgar Staudinger ergänzte insbesondere im Hinblick auf längere Gewährleistungsfristen im Reparaturfall kritisch: „Bei defekten Handys und Heizlüftern mögen die Anreize Wirkung entfalten. Dies lässt sich jedoch nicht auf Kraftfahrzeuge übertragen, da diese immer so lange repariert werden, wie es wirtschaftlich sinnvoll ist.“
> hier geht es zum Pressebericht des 19. Deutschen Autorechtstags
> hier geht es zur Stellungnahme des BVfK zum Gesetzentwurf „Recht auf Reparatur“
> hier geht es zur Pressemeldung des BVfK zum Gesetzentwurf „Recht auf Reparatur“
Damit erleidet die Lobbyarbeit der Kfz-Branche bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr einen weiteren politischen Tiefschlag, denn auch die Ausgestaltung der E-Auto-Förderung benachteiligt den Kfz-Handel ebenso massiv, wie sämtliche privaten, wie auch gewerblichen Eigentümer gebrauchter Stromer durch die Begrenzung der Förderung auf Neuwagen herbe Wertverluste erleiden.
> hier geht es zu den Informationen zur Elektroautoförderung 2026 und den Forderungen des BVfK
Der BVfK mahnt die Branchenvertreter daher dringend zur Geschlossenheit. Es muss wieder mehr Miteinander statt Gegeneinander geben, denn im andauernden Streit werden Kräfte und Energie verbraucht, die man im Sinne der gemeinsamen Interessen bündeln müsste.
„Es kann nicht sein, dass der wohl größten Gruppe mittelständischer Unternehmen in einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung kein Gehör geschenkt wird! Der ZDK muss in seiner Führungsrolle gestärkt werden“, mahnt der BVfK- Präsident Ansgar Klein.
Presseanfragen an: pressestelle@bvfk.de
Der Bundesverband freier Kfz-Händler e.V. (BVfK) vertritt die Interessen des seriösen und professionellen freien Kfz-Handels in Deutschland. Dem Verband gehören sowohl Unternehmen aus dem Neu-, Gebrauchtwagen- und Oldtimerhandel, als auch dem Kfz-Vermittlergeschäft an. Die Mitgliederzahl steigt seit seiner Gründung im Jahr 2000 stetig. Inzwischen sind über 1.000 Händler organisiert. Seit über 25 Jahren leistet der Verband Pionierarbeit und begründet seinen Führungsanspruch durch hohe Maßstäbe an sich und seine Mitglieder sowie das regelmäßige Erreichen bedeutender Meilensteine zur Verbesserung und Stabilisierung der Rahmenbedingungen für das Branchensegment. Neben der politischen Arbeit leistet auch die Bekämpfung unseriöser Geschäftspraktiken hierzu einen wesentlichen Beitrag.
>>> zum vollständigen Verbandsportrait des BVfK
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